Spektrum der Wissenschaft: Zwei Blinde für die Wissenschaft

Daniel Kish mit blindem Kind beim Training

Daniel Kish mit blindem Kind beim Training

Für viele Wissenschaftler ist Daniel Kish ein Glücksfall, denn kaum ein Blinder hat die Orientierungstechnik so perfektioniert wie er – und zudem ist er sehr auskunftsfreudig. In Tübingen beantwortet er geduldig die Fragen der anwesenden Fledermausforscher. Diese sind froh, einmal nicht nur Verhaltensexperimente mit ihren Tieren machen zu müssen, sondern einen Menschen befragen zu können, wie er per Echoortung die Welt erlebt. Von anderen Arbeitsgruppen wiederum lässt er seine Hirnaktivität in einem funktionellen Magnetresonanztomografen (fMRT) untersuchen.

Melvyn Goodale, Direktor des Centre for Brain and Mind an der University of Western Ontario, leitet eine solche Forschungsgruppe. Daniel Kish und der ebenfalls blinde Brian Bushway haben sich für Goodale und seine Kollegen in den unbequemen fMRT gelegt. Bushway hat die Echoorientierung allerdings später gelernt, denn er verlor sein Augenlicht erst in seinem 14. Lebensjahr. So waren es also zwei Versuchspersonen: ein früh erblindeter und ein spät erblindeter Proband. Bei beiden zeigten die fMRT-Bilder eine Hirnaktivität nicht nur im auditiven, sondern auch im visuellen Kortex, sobald sie ihre eigenen Echoortungslaute wieder vorgespielt bekamen …

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