Berlin: „Unsichtbar“, ein sinnliches Live-Hörspiel am 8. und 10.11.

am Dienstag, den 10. November 2026, spielt in der ufaFabrik in Berlin-Tempelhof „Unsichtbar“, ein sinnliches Live-Hörspiel für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene nach Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“.

Das Besondere an der Inszenierung ist, dass die Geschichte nicht nur durch Sprache, Musik und Gesang erzählt wird, sondern auch durch Klänge, Gerüche und Berührungen. Das Stück ist so gestaltet, dass die Geschichte auch ohne visuelle Wahrnehmung erfahrbar ist.

„Unsichtbar“ wurde bereits mehrfach vor blindem und sehbehindertem Publikum aufgeführt und dabei sehr positive Rückmeldungen erhalten.

Weitere Informationen zum Stück finden Sie auf der Webseite: https://unsichtbarshow.com/

 

Am Sonntag, 8. November 2026

Um 11 Uhr, 13:30 Uhr und 15:30 Uhr
Klingendes Museum Berlin, Behmstraße 13
Eintritt: 8 € pro Person
Reservierung: info@klingendes-museum-berlin.de

Am Dienstag, 10. November 2026

Vorstellungen: 10:00 Uhr und 11:30 Uhr
Ort: ufaFabrik, Wolfgang Neuss Salon, Viktoriastraße 10–18, Berlin-Tempelhof
Dauer: ca. 50 Minuten
Eintritt: 6 € pro Schulkind, Begleitpersonen frei / Erwachsene: 13 €
Die ufaFabrik liegt direkt am U-Bahnhof Ullsteinstraße (U6).

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Einladung an interessierte Familien oder Gruppen weiterleiten könnten. Gerne reservieren wir auch Plätze für größere Gruppen.

Bei Fragen zur Aufführung oder zu individuellen Zugangsbedürfnissen können Sie sich jederzeit direkt an uns wenden.

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15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes

Am 15. Oktober wird weltweit der Tag des weißen Stockes begangen. 1964 verabschiedete der US-Kongress eine Resolution, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day erklärte. Noch am selben Tag proklamierte der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson erstmals diesen Aktionstag. Der weiße Stock, so Johnson, sei zu einem Symbol dafür geworden, dass blinde Menschen selbstständig kommen und gehen können.

Aus dem amerikanischen Aktionstag entwickelte sich ein internationaler Tag blinder und sehbehinderter Menschen. In Deutschland bildet er seit 2002 zugleich den Abschluss der jährlich vom 8. bis 15. Oktober stattfindenden Woche des Sehens.

Eine ungewöhnlich einfache Erfindung

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Einladung zu FLOW, eine inklusive Theaterperformance in Berlin am 30.10 und 1.11.

Herzliche Einladung zu FLOW

In den Herbstferien treffen sich zwölf T*taube und hörende junge Menschen zwischen 10 und 17 Jahren, um gemeinsam die inklusive Theaterperformance FLOW zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Anpassung, Mut, Wut und Resonanz.

Gearbeitet wird mit Bewegung, Projektionen, Vibration, Klang und Spiel, Gebärdenpoesie, Schauspiel und künstlerischer Audiodeskription. Die Workshops und Aufführungen werden von T*tauben und hörenden Künstlerinnen gestaltet und von Dolmetscher*innen für Deutsche Gebärdensprache/Deutsch begleitet.

Familien, Freund*innen und alle Interessierten sind herzlich zu den Aufführungen eingeladen.

FLOW • Aufführung

Inklusive Theaterperformance in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Deutscher Lautsprache – als Relaxed Performance* mit Audiodeskription

Mit T*tauben und hörenden jungen Menschen zwischen 10 und 18 Jahren sowie den BLINZELCLUB-Künstlerinnen Britt Dunse, Janina Capelle, Jason Giuranna, Julia Turbahn, Leonie Minor, Lupo Loy, Peter Breitenbach und Philipp Hergert u. v. m.

Eintritt frei, alle sind willkommen!

WANN

Freitag, 30.10.2026 | 16 Uhr
Sonntag, 01.11.2026 | 14 Uhr

WO

JugendKulturZentrum PUMPE
Lützowstraße 42
10785 Berlin-Tiergarten

BARRIEREFREIHEIT | SPRACHEN

Die Performance findet in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Deutscher Lautsprache statt und beinhaltet Audiodeskription.

Dolmetscher*innen für DGS/Deutsch sind vor und nach der Vorstellung für den Austausch vor Ort.

Barrierefreie Zugänge und eine barrierefreie Toilette sind vorhanden. Eine auditive Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort stellt der BLINZELCLUB auf seiner Website zur Verfügung.

Bei Bedarf können Besucher*innen am Eingang Lützowstraße 42 abgeholt werden. Eine vorherige Kontaktaufnahme ist per E-Mail an hallo@blinzelclub-ev.de möglich.

Mit der Schreibweise T*taub bezieht der BLINZELCLUB verschiedene Identitäten und Lebensrealitäten wie gehörlos, schwerhörig, CI-tragend und spätertaubt ein. Weitere Informationen zu diesem Begriff bietet Diversity Arts Culture.

*RELAXED PERFORMANCE

Während der Aufführung darf sich das Publikum bei Bedarf bewegen, Geräusche machen, den Raum verlassen und wiederkommen. Damit soll Raum für unterschiedliche Bedürfnisse und Formen des Erlebens geschaffen werden.

Gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung 2026/27.
In Kooperation mit dem JugendKulturZentrum PUMPE Berlin.

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Buchempfehlung: Roman „Vierzehn Jahre ohne mich“

Buchhandlungsposter mit Abbildung des BuchcoversAm 9. November 2026 erscheint der Roman „Vierzehn Jahre ohne mich“ von Juli Schweizer. Die Spannende Geschichte erzählt aus der Ich-Perspektive eines vierzehnjährigen Mädchens, das eines Morgens im Schrank ihres Vaters eine Geburtsurkunde findet, die ihrer eigenen bis auf den Namen und die Namen ihrer Eltern, völlig gleicht.

Ab da beginnt eine bewegende Reise zu ihrer wahren Identität. Eine Auseinandersetzung mit den Menschen, die vorgaben ihre Eltern zu sein. Eine Auseinandersetzung mit dem DDR-Regime, das ihren wahren Eltern die Tochter weggenommen hat und ihr selbst die leiblichen Eltern. Auf der gefährlichen Suche lernt sie viele neue Freunde kennen und die alten zu hinterfragen. Ein neues Leben beginnt.

Der Roman erscheint als Paperback, eBook, Großschriftausgabe und ist bei dzblesen sowie der schweizer SBS Bibliothek als auch der österreichischen BBI Braillezentrum Bibliothek angefragt. Die Autorin hat diesen Roman mit 12 Jahren begonnen und nach drei Jahren fertiggestellt. Dieses Jahr, zum Jahrestag des Mauerfalls, wird er endlich erscheinen.

#DDR #Ost-Berlin #blind #Zwangsadoption #Erziehung #Coming-of-Age #YoungAdult #BookTok #queer #Mauerfall

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Berlin: Klicksonar- und Mobilitätstraining im Oktober ’26

Bald ist die Woche des Sehens!

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer
vom Freitag, 2., bis Sonntag 4. Oktober 2025 nach Berlin eingeladen.

Achtung: Ab sofort können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar bei ihm gebucht werden.

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Sterndemo „Zeit, dass sich was dreht“: Gemeinsam für soziale Teilhabe – gegen Sozialkahlschlag!

ewerkschaften, Berufsverbände, NGOs, Wohlfahrtsverbände, Vereine und Initiativen rufen gemeinsam auf: Komm mit uns auf die Straße!
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Köln: Klicksonar- und Mobilitätstraining im September ’26

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer

von Freitag, 18., bis Sonntag 20. September 2026

nach Köln eingeladen. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar bei ihm gebucht werden.

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Bundesweite Elternbefragung: Mehrheit aller Eltern wünscht sich inklusive Bildung

Pressemitteilung I 30.06.2026

Berlin. Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Exklusionsquote in Europa: Die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. 60 Prozent dieser Kinder finden sich in Förderschulen wieder. Dabei lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Das zeigt die neue Studie „Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Erstmals wurden bundesweit rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt.

„Die Ergebnisse der Elternbefragung sind ein klarer Handlungsauftrag an die Politik: Weiterlesen →

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Die AfD – eine reale Gefahr für Menschen mit Behinderungen – Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte veröffentlicht

Zahlreiche Sozial- und Behindertenverbände haben bereits mehrfach eindringlich davor gewarnt, dass die AfD für Menschen mit Behinderungen eine Gefahr darstellt. Gleichwohl wird dieser Aspekt in der Debatte über die AfD nur selten aufgegriffen. Vor diesem Hintergrund zeigt die gerade erschienene Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf, dass die Abwertung von Menschen mit Behinderungen im Gedankengut der AfD fest verankert ist – und damit die Ablehnung der Garantie der gleichen Würde aller Menschen, die das Fundament unseres Grundgesetzes bildet.

Die Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte ist unter folgendem Link abrufbar: Weiterlesen →

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Kinder-AKTIONSTAG im ABSV (Berlin) für blinde Kinder von 3 bis 30 Jahre ;-)

Wir geben hier die Einladung wieder:

EINLADUNG ZUM INKLUSIVEN AKTIONSTAG im ABSV

Dienstag, 26. Mai 2026, 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Auerbachstr. 5 und 7, 14193 Berlin Weiterlesen →

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Köln: Klicksonar- und Mobilitätstraining im April ’26

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer
von Freitag, 10., bis Sonntag 12. April 2026 nach Köln eingeladen. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar bei ihm gebucht werden.

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Stuttgart: Klicksonar- und Mobilitätstraining im April ’26

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer
vom Samstag, 18., bis Sonntag 19. April 2026 nach Stuttgart eingeladen. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar bei ihm gebucht werden.

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Warum behindert die Bundesregierung Barrierefreiheit, obwohl sie allen – auch der Wirtschaft – nützt?

Zum Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) steht im April ein Reformentwurf zur Abstimmung, der dringend notwendige Verbesserungen blockiert und weitere Rückschritte für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und die Wirtschaft plant. Entgegen geltendem Recht. 

Barrierefreiheit bedeutet Fortschritt und Wachstum

Zunächst eine Begriffsklärung: Barrierefreiheit ist eine Designqualität, die allen Nutzerinnen und Nutzern zugutekommt (Usability). Sie erleichtert den Umgang mit Produkten, Dienstleistungen und Umgebungen. Ein inklusives Design, das alle Menschen berücksichtigt, macht Inhalte lesbarer, verständlicher, zugänglicher, bedienbarer und komfortabler. Es ermöglicht die Nutzung auch unter erschwerten Bedingungen. Davon profitieren alle – für die etwa 25 % der EU-Bevölkerung, die mit einer Behinderung leben (ca. 90 Millionen Menschen, Quelle: Rat der Europäischen Union), ist barrierefreies Design jedoch oft eine unverzichtbare Voraussetzung.

Inklusive Unternehmen haben 28% höhere Umsätze (Quelle: Accenture – „Getting to Equal: The Disability Inclusion Advantage“ (2018)). https://www.accenture.com/content/dam/accenture/final/a-com-migration/pdf/pdf-89/accenture-disability-inclusion-research-report.pdf

Fortschrittsbremse: Fehlende Verpflichtungen und fehlende Sanktionen

Die Umsetzung von Barrierefreiheit stellt Produktentwickler, Ingenieure, IT-Fachleute, Designer und Architekten vor Herausforderungen – doch dies ist ein normaler Teil des professionellen Entwicklungsprozesses. In Deutschland jedoch ignorieren die meisten Verantwortlichen in diesen Berufen sowie ihre Auftraggeber diese Anforderungen. Dadurch wird das Leben vieler Menschen unnötig erschwert.

Ein zentraler Grund dafür ist das Fehlen verbindlicher gesetzlicher Vorgaben und wirksamer Sanktionen für Unternehmen, die sich nicht an die bestehenden Regeln halten. Die Folge: Die meisten Orte, Produkte und Dienstleistungen werden nicht barrierefrei gestaltet. Damit verschenkt die Gesellschaft ein enormes Potenzial – für die Wirtschaft und die Nutzenden. Betroffen sind ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen, Personen mit vorübergehenden Einschränkungen (z. B. einem gebrochenen Bein) oder mit schlechten Augen sowie Menschen mit Behinderungen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert seit 2006 gleichberechtigten Zugang zu Informationen (https://www.behindertenrechtskonvention.info/zugaenglichkeit-3790/) 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales – BGG im Prozess https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/gesetz-zur-aenderung-des-behindertengleichstellungsgesetzes.html?cms_templateQueryString=BGG&cms_showNoGesetzesstatus=true&cms_showNoStatus=true

Barrierefreiheit als Innovationstreiber

Barrierefreiheit ist nicht nur eine Frage der Nutzungsfreundlichkeit, sondern auch des Fortschritts: Viele Erfindungen wie das Telefon, die Schreibmaschine, die SMS, der Pizzaschneider, die Linkshänderschere, die elektrische Zahnbürste, die Rolltreppe oder Sprachassistenten entstanden aus dem Bedarf nach Barrierefreiheit. Usability und Barrierefreiheit sind zentrale Motoren für Innovation. Fortschritt schafft mehr Nutzen, als er kostet.

Allein in der EU leben 90 Millionen Menschen mit Behinderungen – das entspricht einem Viertel der Bevölkerung (Quelle: Rat der Europäischen Union). Zusammen mit ihren Angehörigen und Freundinnen und Freunden ist fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen, deren Alltag durch mangelnde Barrierefreiheit erschwert, ineffizienter, komplizierter oder sogar unmöglich gemacht wird. Ein gigantischer Wirtschaftsfaktor und ein riesiger Markt bleiben so ungenutzt.

Verletzung der Menschenrechte

Fehlende Barrierefreiheit ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte, den sich Deutschland leistet – und den Verstoß will die Bundesregierung nun sogar gesetzlich verankern. Der geplante Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) widerspricht der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), dem EU-Recht und Artikel 3 des Grundgesetzes. Er »schützt« Unternehmen statt betroffene Menschen. Die Bundesregierung schreibt damit die Rechtfertigung von Diskriminierung ins Gesetz.

Im Entwurf wird beispielsweise pauschal festgelegt, dass Anpassungen von Produkten und Dienstleistungen oder bauliche Veränderungen pauschal als „unzumutbare Belastung“ gelten – auch wenn diese kostenneutral wären und ohne Nachweis tatsächlicher wirtschaftlicher oder baulicher Aufwände. Falls Kosten überhaupt entstehen, könnte für Kleinunternehmen ein Schwellwert festgelegt werden. Der aktuelle Gesetzentwurf aber belässt Barrierefreiheit weiterhin für alle als freiwillige Option (das hat in den letzten 20 Jahren nicht funktioniert) und „schützt“ Unternehmen statt betroffene Menschen.

Der European Accessibility Act (EAA) verlangt ab 2025 Barrierefreiheit für digitale Produkte und Dienstleistungen (Quelle: EUR-Lex – Richtlinie (EU) 2019/882).

Wie lässt sich die Bedeutung von Barrierefreiheit vermitteln?

Wie können wir den Verantwortlichen in Politik und Gesetzgebung klarmachen, dass Barrierefreiheit für alle von Vorteil ist – in jeder Hinsicht?

Das Kostenargument widerlegt sich selbst

In der Produktentwicklung verursacht Usability (Gebrauchstauglichkeit) kaum zusätzliche Kosten. Bei der Umsetzung führt sie jedoch zu einer größeren Zielgruppe und damit zu mehr Umsatz – schneller, einfacher und effizienter. Dies gilt für Architektur, Webentwicklung, Software, Läden, Arztpraxen, Verpackungen, Museen, Schulen, Bildungseinrichtungen, Arbeitsplätze, Transportwesen, öffentlicher Nahverkehr, Digitalisierung und viele weitere Bereiche. Wer Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigt, spart sich spätere, teure Nachbesserungen.

Positive Beispiele aus der Praxis:

  • Filmförderung wird nur gewährt, wenn Audiodeskription vorgesehen ist.
  • Apple-Produkte sind durchgängig barrierefrei gestaltet.
  • Sawade beschriftet seine Verpackungen mit Brailleschrift.
  • Das Kölnische Stadtmuseum hat seine Dauerausstellung maximal barrierefrei konzipiert.
  • Viele Straßenbahnstationen sind inzwischen stufenlos zugänglich.
  • An Straßenecken ist der Randstein abgesenkt.
  • Autositze sind verstellbar.

Kritik zur »Reform« von allen Seiten

Alarm schlagen unter anderem die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, AbilityWatch und Sozialheld*innen über Behindertenverbände wie die Lebenshilfe bis hin zur Senioren-Union der CDU.

Aktuelle Petition zum Thema:
Petition zur Reform des BGG

Potenzielle Interviewpartner:

  • Raúl Krauthausen, Inklusionsaktivist
  • Matilda Jelitto, Musikjournalistin
  • Ninia LaGrande, Moderatorin und Autorin
  • Samuel Koch, Schauspieler
  • Janis McDavid, Speaker
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Petition unterschreiben: Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer

René Schaar hat eine dringende Petition gestartet, die wir, Anderes Sehen e.V., mit ganzem Herzen und voller Kraft und Verstand unterstützen:

Schluss mit Schlupflöchern bei Barrierefreiheit! Das Behindertengleichstellungsgesetz muss so angepasst werden, dass Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft Pflicht wird! Baulich, digital, kommunikativ.

Zur Petition

Unbedingt schnell die Petition zeichnen! Dringender Handlungsbedarf!

Ich will nichts Besonderes:
Ich will mit meiner Mama ins Kino.
Mit meiner Oma zu einer rollstuhlgerechten Arztpraxis.
Mit Luis und seinem E-Rollstuhl in die Kneipe.
Mit David und Lisa aufs Konzert, ohne dass Brandschutz als Vorwand dient, sie abzuweisen und mit Hannah in den Urlaub. Einfach so.

Was wir brauchen

  • Eine barrierefreie Privatwirtschaft – mit Härtefallregelung für Ausnahmen
    • Die Regelung für Unternehmen, dass jegliche Veränderungen (baulich oder an Produkten) als „unzumutbare Belastung“ gelten, muss aus dem Gesetz gestrichen werden.
    • Umgekehrt wäre es fair: Wer am Markt teilnimmt und Barrieren aufrechterhält, muss transparent darlegen, warum ein Abbau wirtschaftlich existenzbedrohend wäre. Die Orientierung am Umsatz (mit einer Härtefallklausel für geringe Margen) schafft klare Erwartungshaltungen, ohne kleine Betriebe in die Insolvenz zu treiben.
  • Echte Sanktionen bei Verstößen
    • Verstoßen Unternehmen gegen das BGG, indem sie diskriminieren, haben Betroffene keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das widerspricht den Vorgaben des European Accessibility Act (EAA), der „wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen“ fordert. So bliebe Diskriminierung ein betriebswirtschaftlich kalkulierbarer „Gratis-Verstoß“.
  • Wirksames Verbandsklagerecht
    • Verbände müssen Unternehmen stellvertretend klagen können. Diskriminierung ist ein strukturelles Problem, kein Einzelfall.
  • Beweiserleichterung für Betroffene
    • Der neue BGG-Entwurf verlangt den fast unmöglichen Vollbeweis. Ohne eine Beweiserleichterung / Beweislastumkehr (vgl. § 22 AGG) läuft das Diskriminierungsverbot ins Leere. Bei ausreichendem Verdacht müsste dann die Gegenseite beweisen, dass sie nicht diskriminiert hat.
  • Keine Fristen für Beschwerden
    • Betroffene haben nur vier Monate Zeit, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Viel zu kurz, sagen Fachleute – besonders für Menschen mit Sprachbarrieren ist das eine unfaire Hürde. Diese Frist muss komplett gestrichen werden.
  • Kein staatliches Geld für Barrieren
    • Jedes öffentlich gefördertes Projekt muss barrierefrei sein! Behörden müssen sicherstellen, dass Einrichtungen, Vereinigungen und juristische Personen des Privatrechts, an denen sie z. B. über Projektförderungen beteiligt sind, die geltenden Standards zur Barrierefreiheit vollumfänglich einhalten.
  • Keine Ausnahmen für die Deutsche Welle
    • Der Entwurf klammert „Rundfunkanstalten des Bundesrechts“ vom BGG aus. Hinter dieser Umschreibung verbirgt sich faktisch nur eine Organisation: die Deutsche Welle. Es ist vollkommen unverständlich, warum diese Ausnahme im Gesetzestext verankert wird. Für einen zu 100 % aus Steuermitteln finanzierten Sender wie die Deutsche Welle muss gelten: Wer die „Stimme Deutschlands“ sein will, muss für alle Menschen in und außerhalb Deutschlands wahrnehmbar sein. Alles andere gleicht einer gesetzlichen Erlaubnis zur Ausgrenzung.

Warum das alle betrifft

Barrierefreiheit ist kein Nischenthema, sondern betrifft uns alle: 16 % der Menschen leben mit Behinderung, in Deutschland haben 10 % einen Schwerbehindertenausweis – und 97 % der Behinderungen entstehen erst im Laufe des Lebens. Und es kann jede*n treffen: durch Unfall, Krankheit oder einfach im Alter.

Petition: https://innn.it/bgg

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Frankfurt (Main): Klicksonar- und Mobilitätstraining im März ’26

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer
am Freitag, 20. bis Sonntag 22. März 2026 nach Frankfurt (Main) bestellt. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden.

Ort der Trainings: Rümelinstraße 32, 60386 Frankfurt am Main.
Dort beginnen die Trainingseinheiten. Der Eingang des Kinder- und Jugendhauses befindet sich in der zurückgesetzten Häuserecke von Rümelinstraße Ecke Dunckerstraße. Die Tür in einem Windfang aus Glas.
ÖPNV: U-Bahnstation U7 und U4 »Schäfflestraße« ist wenige Minuten zu Fuß entfernt. Die U4 ist eine schnelle Verbindung zum Hauptbahnhof.

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Mobi-Workshop-Tour „Wiener Mobilitätsmarathon 2026“

Wir veröffentlichen hier einen spannenden Aufruf an alle über 18 Jahre:

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Sommer führt das Blindenhilfswerk Berlin auch 2026 wieder ein besonderes Mobilitäts- und Orientierungstraining in Wien durch. Von 17. bis 21. August 2026 begleiten wir eine vierköpfige Gruppe gesetzlich blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen durch ein intensives, praxisnahes Training „auf unbekanntem Terrain“.
Das Programm bietet die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, die eigenen Mobilitätsstrategien zu erweitern und mit moderner Technik zu arbeiten – eingebettet in eine offene, kleine Gruppe und unterstützt durch fachkundige Begleitung.

Kurzinformation

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Hier steckt das Geld für die Inklusion fest

2009 hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der UN-BRK dazu verpflichtet, ein inklusives Schulsystem aufzubauen. In den 16 Jahren ist sehr wenig dafür getan worden. Man wartet ab, sitzt aus, verschiebt, lehnt ab. Das Geld wäre da (hier wurde ein halbe Milliarde Euro gefunden). Es wird nur leider gegen die Inklusion und gegen die Menschenrechte eingesetzt.  Weiterlesen →

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Behindertengleichstellungsgesetz menschenrechtswidrig und unwirtschaftlich – kein Grund zum Feiern

Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes

Menschenrechtsinstitut fordert stärkere Verpflichtung der Privatwirtschaft zu Barrierefreiheit

Berlin. Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte ein stärkeres Engagement der Privatwirtschaft für Barrierefreiheit und drängt die Bundesregierung, den derzeit vorliegenden Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) entsprechend zu überarbeiten. Weiterlesen →

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Online-Befragung von blinden Jugendlichen (5.-13. Klasse)

Wir informieren über ein interessantes soziopsychologisches Projekt:

Moritz Kranz, Student der PH Heidelberg, befasst sich in seiner Masterarbeit mit der Bedeutung von Farben. Er hat hierzu eine Online-Befragung für Schüler:innen mit Blindheit in der Sekundarstufe entwickelt. Weiterlesen →

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Berlin: Klicksonar- und Mobilitätstraining im November ’25

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer
vom Freitag, 21., bis Sonntag 23. November 2025 nach Berlin eingeladen. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar bei ihm gebucht werden.

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Studiengang „Organisationsentwicklung und Inklusion“

Die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen im Jahr 2025 stellen die Umsetzung von Inklusion zunehmend vor Herausforderungen. Obwohl es breite Zustimmung zu inklusiven Grundprinzipien gibt, bleibt ihre Umsetzung in Organisationen ein komplexes und oftmals umstrittenes Feld.


Mitteilung der Hochschule Neubrandenburg:


Unser Masterstudiengang Organisationsentwicklung und Inklusion (ORI) setzt genau hier an: Inklusion wird nicht als idealistisches Ziel verstanden, sondern als gesetzlich und menschenrechtlich verankerte Aufgabe, für deren Gestaltung qualifizierte Fachkräfte dringend benötigt werden. Bundesweit einmalig in seinem Profil verbindet ORI fundiertes Wissen mit konkreter Gestaltungskompetenz. Studierende lernen, gesellschaftliche Vielfalt als Ressource zu begreifen und Veränderungsprozesse professionell zu begleiten – in Bildung, Sozialer Arbeit, Verwaltung, Gesundheitswesen und darüber hinaus.

Zum Sommersemester 2026 startet der Studiengang „Organisationsentwicklung und Inklusion“ zum siebten Mal. Weiterlesen →

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Schwebender Text – eine wichtige iOS-Funktion für sehbehinderte Nutzer:innen

Apple hat mit dem sogenannten Schwebenden Text („Hover Text“) eine nützliche Funktion in iOS und iPadOS integriert, die vor allem sehbehinderten Nutzer:innen das Lesen am Bildschirm erleichtert. Sie ist nicht für blinde Menschen gedacht, da diese mit Screenreadern wie VoiceOver arbeiten. Der Schwebende Text richtet sich an Menschen, die noch Restsehen haben, aber Schwierigkeiten mit kleiner oder kontrastarmer Schrift haben. Weiterlesen →

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Stuttgart: Klicksonar- und Mobilitätstraining im November ’25

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer
vom Freitag, 07., bis Sonntag 09. November 2025 nach Stuttgart eingeladen. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar bei ihm gebucht werden.

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Die Lüge von der teuren Inklusion. Das Gegenteil stimmt.

Aus dem Inklusionspegel-Newsletter:

Überzeugendes Fachwissen und großartige Redaktion: Weiterlesen →

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