Liebe Eltern: Forschungsprojekt zu alltagsbezogenen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern mit Sehbehinderung oder Blindheit

Wir bitten um die Mithilfe von Eltern blinder oder sehbehinderter Kinder unter 7 Jahren! Vielen Dank!

Sehr geehrte Eltern,

wir möchten Sie heute um Ihre Unterstützung bei einem Projekt zur Erhebung von alltagsbezogenen Fertigkeiten von Kindern mit Sehbehinderung oder Blindheit bitten. Aus Deutschland liegen bislang kaum Daten vor, die darüber Aufschluss geben, über welche Kompetenzen Kinder mit unterschiedlichen Sehschädigungen in welchem Alter verfügen. Es geht hierbei beispielsweise um Sprache, Fortbewegung, Spielverhalten oder Feinmotorik. Wir möchten erkennen, in welchen Bereichen besondere Förderangebote notwendig sind, um Maßnahmen der Frühförderung genauer planen zu können, und diese Vorschläge dann in die Fachdiskussion einbringen.

Dies ist nur möglich, wenn sich viele Eltern von Kindern mit Sehschädigungen die Zeit nehmen, einen Fragebogen zu bearbeiten, wie wir ihn online vorbereitet haben. Er enthält eine Reihe von Fragen zum Alter und zur Behinderung Ihres Kindes, dann zu Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen.

Ihr blindes oder sehbehindertes Kind sollte im Alter unter 7 Jahren sein. Es ist uns wichtig, dass auch Eltern teilnehmen, deren Kinder weitere Beeinträchtigungen haben. Bitte lassen Sie sich nicht irritieren, wenn Ihnen einige Fragen für Ihr Kind unpassend erscheinen – um Kinder sehr unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Grade von Beeinträchtigungen einzubeziehen, müssen die Fragen sehr breit angelegt sein.

Wir sind uns völlig bewusst darüber, dass der Fragebogen relativ lange ist und wir deshalb recht viel von Ihrer Zeit (wohl ca. 30 Minuten) beanspruchen. Wir sind aber gänzlich auf Ihre Unterstützung angewiesen und hoffen sehr, dass Sie sich diese Zeit nehmen werden. Selbstverständlich ist die Befragung anonym. Sie können den Fragebogen aufrufen unter

http://maq-online.de/evaluation/users/www.php…

Die Bearbeitung sollte bitte bis zum 30. Juni 2018 erfolgen. Bei Rückfragen können Sie sich natürlich gern an uns werden. Sie erreichen uns am besten unter den Mailadressen sarimski@ph-heidelberg.de oder lang@ph-heidelberg.de.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen nehmen!

Mit freundlichem Gruß

Prof. Dr. Klaus Sarimski Prof. Dr. Markus Lang
Sonderpädagogische Frühförderung Blinden-/Sehbehindertenpädagogik

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Erfolgreicher Wandel zum ›Museum für alle‹ Unser Beitrag auf der FOCUS 2018

FOCUS 2018

Themenblock Inklusion am Mittwoch, den 25.04.2018 / 14:30 Uhr – 16:00 Uhr

Erfolgreicher Wandel zum ›Museum für alle‹
Inklusion verankern. Kollegen positiv einstellen. Mit Widerstand umgehen.

Barrierefreiheit stellt uns vor große Herausforderungen. Sie ist extrem vielschichtig und geht weit über das Bauen von Rampen und Aufzügen hinaus. Das ist zwar nicht neu, doch stehen wir immer noch am Anfang. Nicht selten sind Museen aus vielerlei Gründen mit der Umsetzung der UN-Anforderungen überfordert – Mitarbeiter kapitulieren. Die Folge sind oft mangelhafte Ergebnisse und verschwendete Budgets.

Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten und Methoden Sie haben, um den größten Teil Ihrer Kollegen im Museum zu einer konstruktiven und aktiven Haltung zu bewegen.

Denn viele gute Gründe sprechen für die Inklusion im Museum. Doch lässt sie sich nur umsetzen, wenn alle Kollegen das Ziel, den Weg und Ihren Platz darin erkennen und unterstützen. Das Ergebnis, das „Museum für Alle“ wird mehr Motivation hervorrufen als je zuvor.

Die Initiative #goinclusive unterstützt Museen durch Beratung, Inklusions-Fachwissen, Design und Produktion.

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Offener Brief an die Regierungskoalition zu ihrer Missachtung unserer UN-Menschenrechte

Blinde Menschen in Deutschland brauchen den einfachen (!) Zugang zu Literatur – so wie in anderen zivilisierten Staaten auch!

Warum zählen in Deutschland unsere Menschenrechte nicht? Wie lange noch kann es sich eine Kulturnation leisten, Kinder, Bildung und Menschenrechte immer hintenan zu stellen?

Die Verlagslobby hat in Deutschland die Menschenrechte ausgesetzt.

Werden CDU/SPD wieder GEGEN die Gleichberechtigung blinder Menschen stimmen? Wie bereits 2016 beim sogenannten Behindertengleichstellungsgesetz, das bei Menschenrechten vor der Privatwirtschaft, also im Alltag behinderter Menschen Halt macht? Und das, obwohl es in anderen Ländern Standard ist?

Gegen das Grundgesetz gehandelt: Keine gleichen Rechte

Gegen das Grundgesetz gehandelt: Keine gleichen Rechte. Sie sind faktisch nicht einklagbar.

Hier wurde laut CDU/SPD »auf Freiwilligkeit« bei Menschenrechten gesetzt! Bei Verkehrsregeln und Steuern aber nicht?! Warum? Weil Freiwilligkeit nicht funktioniert! Aufforderungen funktionieren immer nur dann, wenn Gesetze sie vorschreiben. In den USA wurde bereits 1990 der »American Disability Act« zum Gesetz. Gleichberechtigung ist dort seither einklagbar, auch in der Privatwirtschaft. Dies hat zu einem heute selbstverständlichen und freundlichen Umgang mit Barrierefreiheit geführt ohne nach einem Warum zu fragen und hat das Leben vom Millionen Amerikanern verändert. Auch in Deutschland lagen CDU/SPD dazu ein Kleinunternehmer-freundlicher Entwurf des Bundes behinderter Juristen vor. Warum wurde er nicht berücksichtigt?

Liebe Politiker, stimmen Sie für einen menschenrechtlich sauberen Gesetzentwurf wie ihn die UN-Konvention vorsieht!

Besonders Deutschland kann es sich leisten, steht aber bei Gleichberechtigung und Inklusion blinder Menschen ganz weit hinten! Schon häufig haben wir, Anderes Sehen, und der DBSV darüber berichtet, dass es bis heute für blinde Menschen nahezu unmöglich ist, aktuelle Bücher zu bekommen.

Dazu die Rechtsreferentin des DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehinderten Verein) Christiane Möller:

Ziel des Marrakesch-Vertrages ist es, für blinde, sehbehinderte und anderweitig lesebehinderte Menschen den Zugang zu Literatur und damit zu Bildung, beruflicher, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Teilhabe spürbar zu verbessern. Das schließt auch den internationalen Austausch von barrierefreien Buchformaten ein.

Nachdem der Vertrag bereits im Jahr 2014 verabschiedet wurde und die Europäische Union 2017 die Umsetzung auf europäischer Ebene rechtlich vorangebracht hat, kommt nun endlich auch in Deutschland die Umsetzung in Gang. Anlass ist die Verpflichtung Deutschlands, die europarechtlichen Vorgaben umzusetzen. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt.

Dieser stellt nach Auffassung des DBSV jedoch nicht die Verbesserung der Teilhabe blinder, sehbehinderter und anderweitig lesebehinderter Menschen in den Mittelpunkt, das heißt, die im Urheberrecht möglichen Steuerungsinstrumente für eine spürbare Verbesserung der Situation werden nicht genutzt. Stattdessen drohen wegen zu leistender Vergütungen an die Verwertungsgesellschaften und neuer bürokratischer Hürden für Blindenbibliotheken und weitere Einrichtungen, die barrierefrei zugängliche Werke produzieren, sogar Verschlechterungen.

Der DBSV fordert die Bundesregierung in seiner Stellungnahme daher auf, einen deutlich nachgebesserten Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen. Dabei müssen die Ziele des Marrakesch-Vertrages oberste Priorität bekommen. Dazu gehören:

  1. ein „Nein“ zu Vergütungen an die Verwertungsgesellschaften für barrierefrei aufbereitete und zugänglich gemachte Werke
  2. die Sicherstellung einer langfristigen Finanzierung der Umsetzung von Literatur in barrierefreie Formate
  3. die ausdrückliche gesetzliche Erlaubnis, barrierefreie Werke auch per Download zugänglich machen zu dürfen (Recht auf öffentliche Zugänglichmachung)
  4. die Definition des berechtigten Personenkreises anhand der europarechtlichen Vorgaben und in Übereinstimmung mit der UN-Behindertenrechtskonvention
  5. eine unbürokratische Regelung zur Organisation der „Befugten Stellen“ (das sind u. a. Blindenbibliotheken und Medienzentren an Schulen und Universitäten)

Die Stellungnahme des DBSV finden Sie unter:
www.dbsv.org/stellungnahme/umsetzung-marrakesch.html

Als Organisation Anderes Sehen zur Förderung blinder Kinder fügen wir hinzu:

Unsere Kinder wollen Bücher lesen. Sie leben in ihrem Freundeskreis und wollen die gleichen Bücher lesen wie ihre Mitschüler und Freunde. Sie brauchen die Bücher dann, wenn sie aktuell sind und sie brauchen sie in einer zugänglichen Form. Auf Papier mit Punktschrift.

Wir brauchen nichts kostenlos. Wir brauchen keine Almosen. Unsere Kinder wollen Lesen und Lernen. Die Kinder brauchen Bücher (ja, auch Schulbücher) für Ihre Bildung und um in ihrem sozialen Umfeld gleichberechtigt zu sein und teilhaben zu können.

Wir wollen barrierefreie Formate herunterladen und in Braille-Punktschrift ausdrucken können. Nirgendwo können wir heute aktuelle Bücher kaufen.

Warum können wir das in Deutschland nicht?

Ich möchte als blinder Mensch ein aktuelles Buch kaufen.

Dazu will ich SELBST das Buch herunterladen und bezahlen können, wenn es auch für andere Leser verfügbar ist. Ohne bürokratische Umwege. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Datei zum Herunterladen ist so aufbereitet, dass sie nur auf Brailleausgabe (Brailledrucker oder Braillezeile) funktioniert und daher für andere, sehende Menschen wertlos ist.

So funktioniert das technisch. So funktioniert Inklusion. So funktionieren Menschenrechte. So funktioniert Bildung.
So funktioniert aber seit 20 Jahren nicht unsere Politik?

Aus anderen Medien:

Beteiligung behinderter Menschen an Gesetzeserarbeitung unzureichend

„Mal wieder peitscht die Bundesregierung ein Gesetz im Eiltempo durchs Parlament. Damit missachtet sie auch die UN-Behindertenrechtskonvention, die sie dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderungen bei entsprechenden Gesetzesvorgaben aktiv einzubeziehen (Art. 4 UN-BRK)“, erklärte Corinna Rüffer im Hinblick auf die Tatsache, dass der Gesetzentwurf zur digitalen Barrierefreiheit ohne Debatte in den Bundestag eingebracht und direkt in den Ausschuss überwiesen wird. Weiterlesen

Private Anbieter zur Barrierefreiheit verpflichten

„Es geht nicht nur darum, barrierefrei in U-Bahnen einsteigen zu können, sondern tatsächlich an so vielen Orten wie möglich teilhaben zu können. Sei es auf Webseiten von privaten Anbietern zu surfen, in Kinos zu gehen oder in Kaufhäusern oder Supermärkten einzukaufen – das Leben muss barrierefreier werden! Ich fordere deshalb auch private Anbieter mehr in die Pflicht zu nehmen eine barrierefreie Umwelt zu schaffen“, so Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. Weiterlesen

Handeln Sie richtig!

Deutschland könnte führend bei der Umsetzung von Menschenrechten sein.
Könnte …

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KIMBUK – das vielfältige Kinderbuchfestival am 9. Juni 2018!

Kinderbücher für alle, über alle, mit allen.

KIMBUK – das vielfältige Kinderbuchfestival.

Ziel ist es, für mehr beiläufig erzählte Vielfalt im Kinderbuch zu begeistern. Kinder fühlen sich mit Vielfalt wohl. Kinder, die aufgrund der mangelnden Repräsentation in Kinderbüchern in der Regel ausgegrenzt werden, erleben Empowerment. Erwachsene werden sensibilisiert und unterstützt.

Der Verlag Viel & Mehr, die Fachstelle Kinderwelten für vorurteilsbewusste Erziehung Berlin, Anderes Sehen e.V., Suse Bauer und Raùl Krauthausen organisieren das erste vielfältige Kinderbuchfestival in Deutschland.

Es findet am Samstag, den 9. Juni 2018 in der Werkstatt der Kulturen in Berlin statt.

Shary Reeves: „Kinder brauchen Bücher, in denen sie sich und ihre vielfältigen Lebenswelten wiederfinden. Ich unterstütze das Kinderbuchfestival, damit es mehr Kinderbücher gibt, die diese Vielfalt abbilden.“

Ralph Caspers: „Bücher sind hervorragend dafür geeignet, den Horizont zu erweitern. Deshalb ist es keine Frage, dass ich das Kinderbuchfestival unterstütze. Einfältigkeit bringt einen nie so weit wie Vielfältigkeit.“

Das Motiv: In Deutschland existiert eine beachtliche Bandbreite illustrierter Bücher für Kinder. Der Markt ist gigantisch und jedes Jahr erscheinen wunderschöne und thematisch großartige Kinderbücher. Die Bandbreite unserer Gesellschaft aber ist in den seltensten Fällen darin zu finden. Es fehlt Vielfalt. Das Kinderbuch-Festival will diese Thematik in die Öffentlichkeit holen. Dafür sollen die Kinderbuch-Macher*innen und die Zielgruppe miteinander ins Gespräch kommen.

Für Wen: Das Festival richtet sich also an Familien mit Kindern, genauso wie an Erziehungsprofis, aber eben auch Illustrator*innen, Autor*innen und Verlage. Entsprechend wird das Programm organisiert. Das Kinderbuch-Event wird Workshops, Talks und Diskussionen für Eltern, Erziehungsprofis, und Kinderbuchmacher*innen anbieten, in denen über die Problematik aufgeklärt und nach Lösungen gesucht wird. Expert*innen in eigener Sache kommen zu Wort und erzählen, wie sie frei von Stereotypen dargestellt werden wollen.

Anderes Sehen e.V. unterstützt das Festival und ist im Organisationsteam aktiv. 

Jetzt Tickets sichern!

 

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Oster-Buchverlosung

JETZT MITMACHEN!
DIE.PROJEKTOREN verlosen dieses Jahr zu Ostern zwei aufwendig illustrierte Kinderbücher für blinde und sehbehinderte Kinder aus der Reihe Anderes Sehen!
Schickt bis zum 31.03.2018 Euren Namen, Adresse und das Buch was Ihr Euch wünscht! DIE.PROJEKTOREN ziehen dann die Gewinner und lassen das gewünschte Buch zu Euch schicken. : )

Weiter unten steht, wie’s geht!

Alle Bücherrücken unserer Bücher nebeneinandergestellt

Alle Bücherrücken unserer Bücher. Leider sind nicht mehr alle lieferbar. Einige sind bereits vergriffen.

Eine Übersicht der Bücher findet Ihr unter:
https://www.anderes-sehen.de/buecher/

Zum Teilnehmen einfach eine Mail an:
d.rusch[at]dieprojektoren.de

Viel Glück wünscht Euch Anderes Sehen e.V.! Wir freuen uns immer über Euer Feedback!!!!!! Schreibt uns!

Und vielen herzlichen Dank an die Stifter des Preises „DIE.PROJEKTOREN

Eure Daten werden ausschließlich für die Verlosung verwendet und danach direkt gelöscht!

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Literaturvermittlung und Inklusion — Wir sprechen auf der Leipziger Buchmesse 2018

Lesen mit allen Sinnen 
Leipziger Buchmesse 2018, Samstag 17. März, 13.00 – 13.30 Uhr

Podiumsdiskussion
(Deutsche Lautsprache mit Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache)

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch wie steht es damit im Bereich der Kultur? Viele Angebote und Veranstaltungen, besonders in der Literaturvermittlung, sind nicht barrierefrei. Inklusion ist im Literaturbetrieb bisher ein noch wenig diskutiertes Thema. Wie kann eine Literaturvermittlung gelingen, die beispielsweise auch blinde und gehörlose Menschen miteinschließt?

Teilnehmer und Teilnehmerinnen:
Ellen Schweizer
(Deutschland), Vorstand Verein Anderes Sehen e.V., selbständige Grafikdesignerin, Expertin für Inclusive Design
Mathias Schäfer (Deutschland), Gebärdensprachdozent, Schauspieler, Mitgründer und Gesellschafter der Dienstleistungsfirma yomma

Moderation: Maximilian Dorner (Deutschland), Dramaturg, Autor, Moderator
Veranstalter: Goethe-Institut, ARTE
Veranstaltungsort: ARTE-Stand, Glashalle, Empore, Stand 11

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Klicksonar- und Mobilitätstraining im März durch unseren Trainer Juan Ruiz


Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer aus der Schule Daniel Kishs,  vom 9. bis 11. März 2018 nach Berlin bestellt. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden.
Anderes Sehen e.V. übernimmt wieder den größten Teil der Kosten und die gesamte Organisation.


Leider ausgebucht! Kein Trainingstermin mehr frei! Weiterlesen

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Urteil: Arbeitsassistenz für die Selbstständigkeit eines blinden Menschen trotz anderweitiger Beschäftigung

Der konkrete Fall: Ein blinder Mann hat sich als Beamter für eine 50% Selbstständigkeit als Künstlermanager entschieden. Eine Arbeitsassistenz für diese Tätigkeit wurde ihm vom Integrationsamt in Schleswig-Holstein verweigert. Diese Entscheidung wurde zunächst in zwei Instanzen bestätigt. Der Fall kam damit vor das Bundesverwaltungsgericht. Dort wurde nun im Sinne des Klägers entschieden (https://www.bverwg.de/pm/2018/1).

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Der Tätigkeitsbericht für 2017

Die Tätigkeiten der Vereins Anderes Sehen e.V. umfassten im Jahr 2017 unter anderem:

Abgeschlossene Produkte/Projekte

  • Kooperation mit dem französischen Verlag »Les Doigs Qui Revent«. Dabei haben wir gemeinsam Konzepte und Texte für taktil illustrierte Kinderbücher entwickelt und umgesetzt:
    • Ein neues taktil illustriertes Buch für blinde Kinder, »Hervé und ich», haben wir nach monatelanger Arbeit im Dezember herausbringen können.
  • Finanzielle Unterstützung für das Ausstellungsprojekt »Berlin mit allen Sinnen«
  • Beste Nachricht: Unsere Kinderlangstöcke sind seit März 2017 im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen, also endlich auch für Kinder als Hilfsmittel erkannt.

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Dos und Don’ts beim Designprozess

Karwai Pun ist Interaction Designerin. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie diese Dos and Don’ts-Poster entworfen, um Barrierefreiheit aus der Perspektive des Designs zu betrachten.

Entwickler-Regeln als PDF

Entwickler-Regeln als PDF

Designer-Regeln als PDF

Designer-Regeln als PDF

Design für Benutzer von Screenreadern

Do

  • beschreibe Bilder und stelle Transkripte für Videos zur Verfügung
  • folgen Sie einem linearen, logischen Aufbau
  • Inhalte mit HTML5 strukturieren
  • Zur reinen Tastaturnutzung geeignet
  • beschreibende Links und Überschrift schreiben – z. B. Kontakt

Don’t

  • Nicht Informationen nur in einem Bild oder Video anzeigen
  • Nicht Inhalte über eine Seite verteilen
  • Nicht allein Textgröße und Platzierung als Strukturierung voraussetzen.
  • Nicht Maus- oder Bildschirmeingabe erzwingen
  • Nicht uninformative Links und Überschrift schreiben – zum Beispiel „hier klicken“

 

Designen für Anwender mit eingeschränkter Sehkraft

Do

  • gute Kontraste und eine lesbare Schriftgröße verwenden
  • alle Informationen auf der Website veröffentlichen (HTML)
  • eine Kombination von Farben, Formen und Texten verwenden
  • folgen Sie einem linearen, logischen Layout – und stellen Sie sicher, dass der Textfluss bei einer Vergrößerung auf 200% sichtbar ist
  • Buttons und Benachrichtigungen in Zusammenhang setzen

Don’t

  • Nicht geringe Farbkontraste und geringe Schriftgröße verwenden
  • Nicht Informationen in Downloads verstecken
  • Nicht Bedeutung nur mit Farbe vermitteln
  • Nicht Inhalte auf einer Seite verteilen – und Benutzer dazu zwingen, horizontal zu scrollen, wenn Text auf 200% vergrößert wird
  • Nicht Aktionen vom Kontext trennen

Quelle: Government Digital Service

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Business Update: Inklusives Marketing, Tourismus und Technologie

Wir stellen fest und freuen uns, dass auch immer mehr Geschäftsleute und Marketing-Foren über inklusionsrelevante Themen sprechen. Man liest, wie Dan Brooke die Kreativwirtschaft herausfordert, mehr für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen zu tun. Es gibt große Marketing-Diskussionen über die Kosten durch Ignoranz gegenüber Verbrauchern mit Behinderungen. Man beobachtet interessiert, wie der Inklusionsmarkt expandiert und warum es sich lohnt, zu investieren.

„Inclusion Branding“ ist auch das Thema des kürzlich veröffentlichten Buches von Debra Ruh. Debra ist Gründerin und CEO von „Ruh Global Communications„, gegründet, um Organisationen bei der Reduzierung von Compliance- und Marktrisiken im Zusammenhang mit der Inklusion zu unterstützen und Maßnahmen zu entwickeln, die als positives Unterscheidungsmerkmal dienen. Zu den Themen, die in ihrem neuesten Buch behandelt werden, gehören u. a., inwiefern von Corporate Brands heute erwartet wird, dass sie etwas an die Gesellschaft zurückgeben und ihre Marke menschlicher machen. Sie müssen Lösungen anbieten, wie Marken diese wichtige demografische Komponente in Branding und Marketing einbeziehen.

Große Marken hören schon längst zu. Firmen wie Nike (Nike FLYEASE) und Tommy Hilfiger entwerfen nun auch barrierefreie Bekleidungslinien. Spezialisierte Beratungsfirmen wie „Global Disability Inclusion„, „Runway of Dreams“ und „Think Designable“ arbeiten mit führenden Marken zusammen, um umfassende Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Agenturen wie „Starting with Julius“ fördern die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die Mainstream-Werbung und verbessern so das Verhältnis der Gesellschaft zu Behinderten. Die Zeiten ändern sich.

Auch im Bereich des barrierefreien Tourismus gibt es Aufschwung: Projekte wie EUTravel, ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt, das darauf abzielt sicherzustellen, dass Kunden komplette Haus-zu-Haus-Routen über mehrere Verkehrsträger, einschließlich Luft, Schiene, Bus und Fähre, von und nach allen Ländern der EU über eine einzige Plattform buchen können.

VisitScotland und VisitEngland gründeten zusammen die Initiative Accessibility Guides, eine offizielle Website für Unternehmen wie Hotels, Restaurants usw., um Leitfäden zu erstellen und online zu veröffentlichen. Im März wird eine Verbraucherwebsite gestartet, die es Einzelpersonen ermöglicht, nach Standortdiensten zu suchen. Alle veröffentlichten Handbücher sind in zugänglichen Formaten verfügbar, und es gibt auch Fallstudien und andere Informationen auf der Website.

Die Regierung der Metropolregion Seoul hat in den nächsten fünf Jahren eine Investition von 15,2 Milliarden Euro (13,3 Millionen Dollar) angekündigt, um die Tourismusressourcen in der Hauptstadt für Menschen mit Behinderungen gleichwertig zugänglich zu machen. Und Chester, das mit dem Access City Award 2017 als die am besten zugängliche Stadt Europas ausgezeichnet wurde, gilt als Vorbild für andere Städte weltweit.

Barrierefreiheit und Inclusive Design werden jetzt zu einer Verpflichtung in der Technologiesparte. Unternehmen fragen sich nicht mehr, warum sie sich mit (Web)Barrierefreiheit beschäftigen sollten. Zugängliche mobile Technologien sind auch eine wirtschaftliche Anforderung. Der Business Case wird inzwischen besser verstanden und in einigen Ländern verlangt der Gesetzgeber von den Unternehmen, dass sie barrierefreie Websites und mobile Anwendungen haben. Es gibt mittlerweile viele Informationen und Dienstleister für Unternehmen, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Zu den globalen Initiativen, die geholfen haben, das Thema in der Wirtschaft bekannter zu machen, gehört AXSChat, eine Online-Community, die wöchentliche Videointerviews mit anschließendem Twitter-Chat durchführt. AXSChat ist einer der Top 3 globalen Twitter-Chats weltweit und erhält tausende von Tweets während des Chats und zwischen 13 und 20 Millionen pro Woche. Eine weitere Initiative ist der „Global Accessibility Awareness Day„, der jedes Jahr am dritten Donnerstag im Mai stattfindet.

Globale Technologieführer wie Apple – die den Anspruch haben, dass Technologie für jedermann zugänglich sein sollte – und Microsoft, die sagen, dass es keine Grenzen gibt, was Menschen erreichen können wenn Technologie die Vielfalt der Menschen widerspiegelt, die sie nutzen – sind anerkannte Marktführer im Bereich barrierefreier Technologien.

Es gibt noch viele mehr und wir wünschen uns, dass Sie uns mitteilen, was Ihr Unternehmen tut, wenn Sie dem wichtigen Aufruf an die Wirtschaft folgen.

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Aufruf zur Zukunft, liebe Hilfsmittelbranche!

Es wird Zeit, dass ein Ruck durch die Hilfsmittelbranche geht. Hilfsmittel müssen bezahlbar werden und sie müssen endlich dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. Wir haben es satt, für Technologie aus den 80er Jahren Mondpreise bezahlen zu müssen. Einziger Trieb einiger Hersteller ist offenbar, mit möglichst wenig Aufwand das Krankenkassen-Sozialsystem zu schröpfen.

Bedenkt: Wären die Hilfsmittel inklusiv, intuitiv und zeitgemäßer von der Handhabung, wäre auch der Lern- und Betreuungsaufwand geringer. Nicht nur für die Anwender wäre viel gewonnen, auch Schulungen und Einweisungen, Nachfragen und Probleme würden weniger oder im Idealfall keine Zeit mehr beanspruchen. Auch das würde sich auf die Preise niederschlagen können.

Los geht’s! Entwickelt die Zukunft! Das ergibt für alle mehr Sinn.

Hier nur ein paar Ideen: Das taktile Flächendisplay unter 200€ fehlt, preiswerte Massenherstellung taktiler Grafiken und der taktilen Braille-Punktschrift, ein modernes inklusives browserbasiertes Druckerinterface für Brailledrucker, ein inklusiver Globus unter 250€, inklusive Interfaces für Haushaltsprodukte, Beschriftung fast aller Lebensmittelverpackungen und Haushaltschemie mit Punktschrift schon beim Hersteller.

Es gibt unendlich viele Dinge, die dringend besser werden müssen. Die Hilfsmittelindustrie, auch die Braillezeilenhersteller, ist in der technischen Steinzeit stehen geblieben – oft auch von der Haltung. Viele Geräte sind so unerträglich schwierig zu bedienen und aufwändig zu erlernen, dass nicht einmal die Vertreter der Hersteller sie bedienen können. Schulungen und Unterricht über Tage und Wochen sind nötig, um eine einfache Textverarbeitung zu verstehen – geschweige denn das ganze System.
Heute gibt es Bedienkonzepte, die dem komplementär entgegenstehen. Diese könnten ganz besonders für sinneingeschränkte Nutzer nützlich sein. Aber man muss dafür kluge Leute interdisziplinär zusammenbringen und wirklich neu denken können und wollen. Wir von Anderes Sehen haben diesbezüglich einige Projekte vor Augen. Aber uns fehlt noch die Grundfinanzierung unseres Vereins, damit wir Zeit zum Denken haben.
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Die Kreativwirtschaft kann eine Vorreiterrolle bei der Einbeziehung behinderter Menschen übernehmen

Arbeiten wie die bahnbrechende Anzeige der Malteser von vor einem Jahr sind selten. Das ist nicht gut genug, sagt Dan Brooke, Chief Marketing and Communications Officer von Channel 4.

Aus „Campaign“ übersetzt aus dem Englischen und teilweise sinngemäß dem deutschen Markt angepasst von Steffen Zimmermann
https://www.campaignlive.co.uk/article/creative-industries-lead-inclusivity-disabled-people/1445774
Original von Dan Brooke am 27. September 2017

Sucht mal nach den Behinderten. Versucht es: Fernseher einschalten, durch Social Media browsen oder auf eine Plakatwand blicken – dann nachdenken. Gar nicht so einfach? Behinderte Menschen sind unsichtbar. Tatsächlich ist es fast so, als ob es sie nicht gäbe.

Außer in einem wichtigen Nischenmarkt: ‚im echten Leben‘.

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind behindert. In Deutschland ist das mehr als jeder zehnte von uns.

Dennoch werden behinderte Menschen auf der ganzen Welt bestenfalls ausgegrenzt, schlimmstenfalls ausgeschlossen und zum größten Teil von der Wirtschaft einfach ignoriert.

Es gibt dennoch gute Praxisbeispiele – namentlich Barclays, BT, Lloyds, Mars und Sainsbury’s – aber um den späten, großen Jay Chiat zu zitieren: Nicht genug ist nicht gut genug.

Die Wirtschaft übt große Macht aus, schafft Arbeitsplätze und beeinflusst die öffentliche Meinung. In dieser Generation haben wir zum Beispiel enorme Fortschritte beim Klimawandel und bei der Gleichstellung von Männern und Frauen gesehen. Eine zentrale Rolle spielten dabei oft mutige Unternehmer. Es ist an der Zeit, dass wir Behinderte bemerken.

Die Kreativwirtschaft ist eine besonders mächtige Kraft, weil wir oft menschliche Geschichten erzählen und Herzen berühren. Dennoch glaube ich, dass die Kreativwirtschaft zu den schlimmsten Tätern zählt.

Unwissenheit nicht Eigensinn

Warum? Ich denke, es ist Unwissenheit und nicht Eigensinn, was ja eine gute Nachricht ist, denn es bedeutet, dass wir die Dinge ändern können, indem wir unsere Stärken ausspielen: Kommunikation.

Bei Channel 4 wurde ein Teil dazu beigetragen, mit Ausstrahlungen wie den Paralympics, The Autistic Gardener und The Undateables, sowie mit behinderten Menschen regelmäßig in unseren wöchentlichen Shows: C4 News, Hollyoaks und Come Dine with Me. Und es sind brillante Menschen, nicht „behinderte Menschen“.

Channel 4 ist stolz darauf, dass wir neulich fünf Werbespots gesendet haben, die den Zuschauern den Werbeetatverlust zeigen sollten. Gesehen durch die Augen der zwei Millionen Briten, die mit Sehkraftverlust leben.

Wir wollten, dass die Menschen im Land Gespräche darüber führen, wie es sein muss, mit diesen Bedingungen zu leben, und dass sich die Menschen mit diesen Einschränkungen so fühlen, als seien ihre täglichen Realitäten wichtig und der Mainstream-Debatte würdig.

Wir sind auch sehr daran interessiert, es Marken leichter zu machen, großartige Werbung mit behinderten Menschen zu produzieren. Jonathan Allan und sein brillantes Team tun es durch „Channel 4’s Annual Diversity in Advertising Award“ mit dem Wert von 1 Mio. Pfund in kostenloser Werbezeit bis hin zur besten Werbekampagne mit Behinderungen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf versteckten Behinderungen, die Volvo gewonnen hat und deren Kampagne noch in diesem Jahr starten wird.

Die andere Weise behinderte Leute in die Wahrnehmung zu rücken ist, sie einzustellen.

Vor Beginn unserer paralympischen Reise gaben nur 2% der Angestellten von Channel 4 an, behindert zu sein. Jetzt sind es 11%. Das ist ein großer Sprung. Zum Teil haben wir neue Leute gefunden und eingestellt, zum Teil haben wir welche gefunden, die wir schon hatten, aber nicht wirklich kannten. Die Behindertenhilfswerke sagten uns, dass mehr behinderte Menschen auf Kanal 4 arbeiten würden, als wir dachten. Deshalb haben wir eine interne Kampagne mit dem Titel „This Is Me“ durchgeführt, die das Stigma von nicht sichtbaren Behinderungen wie Depressionen, Angstzuständen, Legasthenie und ADHS beseitigte und Menschen mit ihnen überzeugte, „aufzutauchen“. Dies hatte eine bemerkenswerte Wirkung und hat unsere Unternehmenskultur verändert.

Die Messung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis, und ich fordere Sie auf, dies auch in Ihrem Unternehmen zu tun. Ich möchte auch Firmen drängen, behindertengerechter Arbeitgeber zu werden – eine gesetzliche Maßnahme, die Arbeitgeber unterstützt, um die Talente zu fördern, die behinderte Leute am Arbeitsplatz ausspielen können. Und wir alle sollten das ZAW, den Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ermutigen, damit zu beginnen, behinderte Menschen in ihren Branchenzählungen zu messen.

Sie könnten sich mir auch anschließen und die Kampagne #valuable unterstützen, angeführt von der Unternehmerin und Aktivistin Caroline Casey, dem Achten Weltwunder. Sie ist blind und beginnt ein globales Gespräch mit der Geschäftswelt, indem sie den Arbeitgebern überall den Kopf öffnet, wie wir durch die Beschäftigung von mehr behinderten Menschen, uns alle innovativer, erfolgreicher und menschlicher mit unseren Kunden verbinden können. Sie können einen wirklichen Unterschied machen, indem Sie Ihr Unternehmen dazu ermutigen, eine Behinderung auf die Tagesordnung des Vorstands zu setzen. #valuable sucht derzeit nach zehn innovativen Führungskräften, die wirklich das Thema Behinderung in der Wirtschaft herausfordern – könnten Sie einer dieser zehn sein?

Das Bewusstsein über den Wert einer Milliarde behinderter Menschen auf der Erde ist für die Wirtschaft immer noch nicht wirklich da. Als der Meister der Vielfalt bei Channel 4 bin ich stolz, dass Channel 4 an der Spitze des Wandels steht.

Dan Brooke ist der Leiter Marketing und Kommunikation von Channel 4, Vorstandschef für Diversity und behindertengerechtes Verhalten im Mediensektor. Er ist ein Unterstützer der #valuable Kampagne @valuabletribe

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Klicksonar- und Mobilitätstraining durch unseren Trainer Juan Ruiz


Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer aus der Schule Daniel Kishs, bestellt. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden. Weiterlesen

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REWE und 105’5 Spreeradio in Berlin starten Pfandbonaktion 📃 💚

Liebe Berliner, trinkt soviel ihr könnt! Wir helfen euch doppelt Gutes zu tun. Eurem Körper und blinden Kindern!

„Spenden Sie Ihren Pfandbon!“ heisst die Aktion bei REWE Berlin. Die Aktion von 105’5 Spreeradio für Anderes Sehen e.V. unterstützt unseren Verein in der Arbeit für die Förderung blinder Kinder! Danke!

Rewe Plakat zur Pfandbon Aktion in Berlin

Rewe Plakat zur Pfandbon Aktion in Berlin

Hier ist die Karte mit allen Märkten, die teilnehmen:

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Literatur-Barrierefreiheit kostet nichts – sie ist bereits professioneller Standard

Der ArtikelBarrierefreiheit im digitalen Literaturraum – Barrierefreie Bücher werden nur Realität, wenn sich das Ganze auch rechnetim Börsenblatt vom 14. Juli 2017, ist lesenswert. Er beschreibt aus Insidersicht die Möglichkeiten und Schwierigkeiten beim Erstellen barrierefreier Literatur im elektronischen Format. Dass dieser Weg unumgänglich ist, wird deutlich gesagt. Treffend wird beschrieben, dass die technischen Voraussetzungen vorhanden und mit großem Nutzen anwendbar sind. Dennoch impliziert die Subheadline etwas völlig Falsches. Der Gewinn finanzieller Art ist völlig unerheblich wenn es um Menschenrechte geht und wenn man den Gewinn für die Gesellschaft und noch mehr für jede einzelne betroffene Person bedenkt. Wenn für die Produktion barrierefreier Literatur überhaupt Mehrkosten für die Verlage entstehen, was ich bezweifle, dann ist das nunmal der natürliche Lauf der Dinge, dem allerdings alle Verlage werden folgen müssen.

Ähnliche Sorgen und demnach fast pauschale Ablehnung hat man noch vor drei Jahren in der Filmindustrie Deutschlands gehört. Es wurde praktisch kein Film mit Audiodeskription versehen. Doch die deutsche Filmförderung hat erreicht, dass es auch anders geht. Heute werden in Deutschland fast alle Filme mit Audiodeskription produziert, obwohl es Mehrkosten produziert. Die deutsche Filmförderung hat Audiodeskription ganz einfach gegen den Widerstand der Produzenten zur Bedingung gemacht. So einfach ist es. Plötzlich geht es! Gesetze und Regelungen schaffen also Veränderung! Auf Freiwilligkeit zu setzen bedeutet Stillstand.

Wenn also Sach- und Schulbuchverlage von den Designbüros, die ihre Bücher layouten nichts weiter einfordern als qualifiziertes und professionelles Arbeiten, erhöht das nicht nur die Effizienz innerhalb der Layoutvorgänge (strukturorientiertes Layouten versus impulsives Gestalten) – es spart am Ende viel Zeit bei der Zusammenarbeit von Verlagen, Autoren und Gestaltungsbüros. Verkettete mit strukturierenden Stilvorlagen ausgestattete Texte sind auch in zusammenhängender logischer Form für verschiedenste Anwendungen exportierbar. Der Layouter muss sich lediglich an professionelle Regeln halten, die von der Layout-Software ohnehin vorgesehen werden. Meistens entstehen unverkettete Layouts ohne hierarchische Stilvorlagen durch nicht qualifizierte Layouter, wenn Texte oder Headlines, Bilder, Bildunterschriften und Informationskästen ohne Verkettung platziert werden. Für diese Gestalter bedeutet Barrierefreiheit Umdenken und Dazulernen, schadet aber sicherlich ihrer Professionalität und Arbeitsgeschwindigkeit mittelfristig nicht. Wer als Gestalter von vornherein seine Bequemlichkeit über die Bedürfnisse der Nutzer stellt, hat den Sinn von Design und Literatur gleichermaßen verhöhnt. Design ist nicht Selbstzweck sondern dient der maximalen Nutzerfreundlichkeit des Produktes.

Am Ende würden alle gewinnen. Denn barrierefreie PDFs sind für alle, einer klaren Logik folgend interaktiv nutzbar und daher auch mit Screenreadern lesbar. Schulen und Medienzentren würden zu solchen Schulbüchern und Sachbüchern viel lieber greifen, denn dann würde dort das extrem aufwändige und kostenintensive händische Rück- und Umarbeiten für andere Medien entfallen.

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine Veröffentlichung im Börsenblatt:
https://www.boersenblatt.net/artikel-barrierefreiheit_im_digitalen_literaturraum.1349072.html

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