REWE und 105’5 Spreeradio in Berlin starten Pfandbonaktion 📃 💚

Liebe Berliner, trinkt soviel ihr könnt! Wir helfen euch doppelt Gutes zu tun. Eurem Körper und blinden Kindern!

„Spenden Sie Ihren Pfandbon!“ heisst die Aktion bei REWE Berlin. Die Aktion von 105’5 Spreeradio für Anderes Sehen e.V. unterstützt unseren Verein in der Arbeit für die Förderung blinder Kinder! Danke!

Rewe Plakat zur Pfandbon Aktion in Berlin

Rewe Plakat zur Pfandbon Aktion in Berlin

Hier ist die Karte mit allen Märkten, die teilnehmen:

Nicht alle Märkte nehmen and der Aktion teil, aber es werden in einer Wochen noch mehr! Hauptsächlich sind es die neu umgebauten Märkte, die die Pfandbons für uns sammeln.

Und jetzt rein mit dem Leergutbon in den grünen Kasten!  📃 💚

Pfandautomat mit Box für die Bons mit Aktionsposter

Hier der Pfandautomat und die grüne Box für die Leergut-Bons mit dem Aktionsposter. REWE Aktion in Berlin „Spenden Sie Ihren Pfandbon“. 

 

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Literatur-Barrierefreiheit kostet nichts – sie ist bereits professioneller Standard

Der ArtikelBarrierefreiheit im digitalen Literaturraum – Barrierefreie Bücher werden nur Realität, wenn sich das Ganze auch rechnetim Börsenblatt vom 14. Juli 2017, ist lesenswert. Er beschreibt aus Insidersicht die Möglichkeiten und Schwierigkeiten beim Erstellen barrierefreier Literatur im elektronischen Format. Dass dieser Weg unumgänglich ist, wird deutlich gesagt. Treffend wird beschrieben, dass die technischen Voraussetzungen vorhanden und mit großem Nutzen anwendbar sind. Dennoch impliziert die Subheadline etwas völlig Falsches. Der Gewinn finanzieller Art ist völlig unerheblich wenn es um Menschenrechte geht und wenn man den Gewinn für die Gesellschaft und noch mehr für jede einzelne betroffene Person bedenkt. Wenn für die Produktion barrierefreier Literatur überhaupt Mehrkosten für die Verlage entstehen, was ich bezweifle, dann ist das nunmal der natürliche Lauf der Dinge, dem allerdings alle Verlage werden folgen müssen.

Ähnliche Sorgen und demnach fast pauschale Ablehnung hat man noch vor drei Jahren in der Filmindustrie Deutschlands gehört. Es wurde praktisch kein Film mit Audiodeskription versehen. Doch die deutsche Filmförderung hat erreicht, dass es auch anders geht. Heute werden in Deutschland fast alle Filme mit Audiodeskription produziert, obwohl es Mehrkosten produziert. Die deutsche Filmförderung hat Audiodeskription ganz einfach gegen den Widerstand der Produzenten zur Bedingung gemacht. So einfach ist es. Plötzlich geht es! Gesetze und Regelungen schaffen also Veränderung! Auf Freiwilligkeit zu setzen bedeutet Stillstand.

Wenn also Sach- und Schulbuchverlage von den Designbüros, die ihre Bücher layouten nichts weiter einfordern als qualifiziertes und professionelles Arbeiten, erhöht das nicht nur die Effizienz innerhalb der Layoutvorgänge (strukturorientiertes Layouten versus impulsives Gestalten) – es spart am Ende viel Zeit bei der Zusammenarbeit von Verlagen, Autoren und Gestaltungsbüros. Verkettete mit strukturierenden Stilvorlagen ausgestattete Texte sind auch in zusammenhängender logischer Form für verschiedenste Anwendungen exportierbar. Der Layouter muss sich lediglich an professionelle Regeln halten, die von der Layout-Software ohnehin vorgesehen werden. Meistens entstehen unverkettete Layouts ohne hierarchische Stilvorlagen durch nicht qualifizierte Layouter, wenn Texte oder Headlines, Bilder, Bildunterschriften und Informationskästen ohne Verkettung platziert werden. Für diese Gestalter bedeutet Barrierefreiheit Umdenken und Dazulernen, schadet aber sicherlich ihrer Professionalität und Arbeitsgeschwindigkeit mittelfristig nicht. Wer als Gestalter von vornherein seine Bequemlichkeit über die Bedürfnisse der Nutzer stellt, hat den Sinn von Design und Literatur gleichermaßen verhöhnt. Design ist nicht Selbstzweck sondern dient der maximalen Nutzerfreundlichkeit des Produktes.

Am Ende würden alle gewinnen. Denn barrierefreie PDFs sind für alle, einer klaren Logik folgend interaktiv nutzbar und daher auch mit Screenreadern lesbar. Schulen und Medienzentren würden zu solchen Schulbüchern und Sachbüchern viel lieber greifen, denn dann würde dort das extrem aufwändige und kostenintensive händische Rück- und Umarbeiten für andere Medien entfallen.

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine Veröffentlichung im Börsenblatt:
https://www.boersenblatt.net/artikel-barrierefreiheit_im_digitalen_literaturraum.1349072.html

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Inklusion als Motor des Wandels?

Internationale Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die bildungspolitische Umsetzung von Inklusion in Schulen – ein Dialog zwischen Wissenschaft und Politik

Skript des Impulsvortrages von Steffen Zimmermann zum Abschlusspodium „Wie verändert Inklusion das Bildungsverständnis?“ der Konferenz am 1. Juli 2017. Moderation Prof. Dr. Martin Heinrich, Universität Bielefeld.

Mein Name ist Steffen Zimmermann. Ich bin Gründer und Vorstand der Organisation Anderes Sehen.

Unsere Ziele sind die Unterstützung von Inklusion blinder Kinder durch Entwicklung oder Verbreitung zeitgemäßer Methoden und innovativer Produkte und Einflussnahme im politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich. Unsere Erfolge sind u.A. die Idee und Serienproduktion des weltweit ersten Kinderlangstocks, Einführung von der Klicksonar-Echoortungs-Methode in Deutschland, Österreich und der Schweiz, hochwertige Inklusive Kinderbücher und andere Produktinnovationen sowie fundamentale Veränderungen in der Blindenpädagogik. Inklusion steht dabei hinter jeder Maßnahme.

Welche Veränderungen im Bildungsverständnis haben wir also aus unserer Perspektive wahrgenommen?

Wir hören und beobachten Eltern blinder Kinder aus unserem bundesweiten Einflussbereich mit zunehmender Sorge was die äußeren Bedingungen angeht – aber mit steigendem Selbstbewusstsein, was die Rechte ihres Kindes angeht. Wir hören von wachsender Verzweiflung und manchmal blankem Entsetzen. Wir hören von Verzweiflung und manchmal blankem Entsetzen. Zum Beispiel wenn Eltern in Dresden feststellen, dass es in Sachsen, das sich ja selbst für sein Bildungsniveau und eine hohe Inklusionsrate lobt, keinen einzigen verfügbaren Blindenpädagogen gibt. Eltern wird  auf persönlichster Ebene das jahrelange Aussitzen von Inklusion, das Wegschieben, die Ignoranz der Politik bewusst. Sehenden Auges wurde hingenommen, dass Ressourcen wie Sonderpädagogen trotz steigenden Bedarfes schwinden — dass sich aufgrund ausbleibender Gegenmaßnahmen die Voraussetzungen für Inklusion sogar verschlechtern.

Was sich auch änderte ist, dass die Mehrheit der veröffentlichten Berichte in den Medien vorwiegend die tatsächlichen und scheinbaren Probleme der Inklusion gezeigt haben. Negative Berichte in den Medien sind lauter geworden und betroffene Eltern sehen sich in einer Verteidigungshaltung. Es fühlt sich für sie an wie ein Kampf gegen Goliath. Viele Eltern und Lehrer haben inzwischen an Mut verloren … Sehr häufig wird Eltern empfohlen, das Risiko der Inklusion unter diesen Bedingungen ihren Kindern nicht zuzumuten. Oft zurecht!

Für eine optimale inklusive Beschulung in den staatlichen Schulen gibt es auch in Berlin keine Lösung. Die Kritik stimmt: Zu große Klassen, nur ein Lehrer in der Klasse, und kaum Sonderpädagogen an Schulen. Erst recht keine spezialisierten. Eine moderne Schule in freier Trägerschaft ist derzeit die einzige Lösung, die unser Bedürfnis nach echter Chancengleichheit und angemessener Unterstützung sicherstellt.

Für fast alle Kinder – ob mit oder ohne Behinderung – sind die mangelhaften Bedingungen an den Schulen ein Nachteil – darauf wird seit Jahrzehnten ohne Folgen hingewiesen. Für Kinder mit besonderen Bedarfen sind sie aber tatsächlich ein Hindernis. Der Wille, die Mittel und die Gesetze sind als Voraussetzung für Inklusion noch immer nicht gegeben. Grundsätzlich besteht insbesondere in der Bildungs-Elite keine Bereitschaft vom anti-inklusiven mehrgliedrigen Schulsystem abzulassen. Hier wird auch voraussichtlich auf Jahrzehnte hinaus kaum Bewegung stattfinden und daher „exklusive Bildung“ durch „Exklusion von heutigen Bildungsrandgruppen“ festgebacken.

Wir sehen vor allem Veränderungsträgheit — Völlig unzureichende Investitionen in Personal. 100.000 Lehrer müssen in Deutschland zusätzlich eingesetzt werden, um Lernen unter normalen Bedingungen für alle erst möglich zu machen.

Inklusion hat scheinbar keinen politischen Nutzen. So wurde von der Regierungskoalition erst letztes Jahr die rechtliche Gleichstellung behinderter Menschen in namentlicher Abstimmung abgelehnt … Begründung? … Weil die betroffenen Menschen dann gegebenenfalls ihre Rechte auch einfordern könnten, und das für die Wirtschaft nicht zumutbar sei! Man kann heute schon absehen, dass sich die Parteien für diese Menschenrechtsverletzung in ferner Zukunft entschuldigen werden, aber für die nächste Zukunft wird Inklusion dadurch ausgeschlossen.

Schulische Bildung wird auch von Fachkräften leider oft noch als Zumutung für die behinderten Schüler empfunden, vor der man sie verschonen müsse. Wir hören oft: „Das braucht das Kind doch nicht unbedingt“, „das lassen wir einfach weg“, „das reicht schon so“ … Es scheint nicht überall durchgedrungen zu sein, dass, im Gegenteil, Bildung eine wesentliche Voraussetzung für Teilhabe ist.

Und ohne Teilhabe vom ersten Tag an, ist eine inklusive Gesellschaft ohne Vorbehalte nicht denkbar.

Schauen wir nicht auf die gewünschten oder notwendigen Veränderungstendenzen sondern auf die faktischen oder die gefühlten, so mache ich folgende aus:

Bildung ist ein traditionelles Elitemerkmal –> Sorge vor Verlust des Elitestatus

Schulbildung ist ein Almosen für behinderte Kinder –> inklusive Bildung ist Überforderung für behinderte Kinder und ihre Lehrer

„Verschonung“ vor der Peer Group -> Lernen und Leben wollen mit den Peers

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Hilfsmittelnummer für Kinderlangstöcke: Krankenkassen zahlen endlich auch für Klein- und Vorschulkinder

Unsere Kinderlangstöcke. Entstanden in Zusammenarbeit mit Comde-Derenda. Für Eigenständigkeit, Mobilität und Unabhängigkeit — ab den ersten Gehversuchen. Ab sofort nun offizielles Hilfsmittel! (Foto: © Jo Bayer)

Endlich ist es »amtlich«:
Unsere Kinderlangstöcke sind jetzt im Hilfsmittelkatalog.

Wie zahlreiche erfolgreiche Mobilitätstrainings mit Kleinkindern zeigen, ist die Langstocknutzung durchaus schon sinnvoll, wenn das Kind erstmals selbst gehen kann, aber auch vorher. »Gebt den blinden Kindern einen Stock und sie sind plötzlich wie von Fesseln befreit« sagt Steffen Zimmermann, Vorstand von Anderes Sehen e.V.. Bronwen Scott (australischer Mobilitätstrainer) schreibt über die Erfahrung mit Kindern ab 10 Monate: »Wenn ich laufen kann, kann ich auch einen Langstock benutzen!«

Ein Langstock bedeutet für die Kinder Freiheit und Unabhängigkeit!

Aufgrund veralteter Auffassungen der oft restriktiven Krankenkassen wurde für Kinder in Deutschland bisher oft erst ab dem Schulalter ein Langstock genehmigt. Doch das hat sich nun geändert. Es wurde dafür eine neue Kategorie geschaffen: »Kinderlangstöcke«. Den gemeinsam von Anderes Sehen e.V. und Comde-Derenda GmbH entwickelten Langstöcken, die speziell den Anforderungen von Kindern entsprechen, wurde die erste Hilfsmittelnummer erteilt.

»Der erste Langstock … Lassen Sie dem Kind Zeit zu experimentieren. Stellen Sie nur langsam Regeln auf.« Ellen Schweizer

Diese Hilfsmittelnummer ermöglicht die Abrechnung über die Krankenkasse.

  • Die Hilfsmittelnummer für den kleinen, einteiligen Kinderlangstock (unter 90cm) lautet 07.50.01.0003,
  • die Hilfsmittelnummer für den großen, zweiteiligen Kinderlangstock (90 bis 140 cm) 07.50.01.1016. Er besteht aus zwei Teilen, so dass bei Schäden oder dem Bedarf an einem längeren Stock nur das untere, kostengünstige Teil ausgetauscht wird.

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Wir sprechen über »Das Museum für alle« — Inklusion & Barrierefreiheit für blinde Besucher

Photographer: Sabrina von der Heide

Alexandra Verdeil, Projektleiterin Deutschland von Tactile Studio (links) und Ellen Schweizer, schweizergestaltung | inclusive design (Foto: © Sabrina von der Heide)

Anderes Sehen und Tactile Studio mit einem Vortrag auf der #FOCUS2017 | Fachtagung

»Inklusion und Barrierefreiheit im Museum«:
»Taktil illustrierte inklusive Bücher für große und kleine Museumsbesucher«

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Klicksonar- und Mobilitätstraining im März durch unseren Trainer Juan Ruiz


Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer aus der Schule Daniel Kishs,  vom 16. bis 19. März 2016 nach Berlin bestellt. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden. Weiterlesen

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Fachtagung Klicksonar & Orientierung – Samstag 4. März 2017

„Advanced Klicksonar, Navigation and Orientation Strategies“ mit Daniel Kish

Fachtagung zu Hintergründen des Phänomens akustisch gestützter Wahrnehmung im Visuellen Cortex und von nichtvisuellen Umweltinformationen zur umfassenden geografischen Orientierung. Mit Daniel Kish, dem blinden US-amerikanischem O&M-Trainer, Meister im Klicksonar und Gründer von World Access for the Blind.

Kongresssprache ist Englisch, Nachfragen in Deutsch sind jederzeit möglich. Vorträge und Gespräche in Englisch und Deutsch. Vortragender Daniel Kish, Moderator Steffen Zimmermann.

Sie können eine Audiodatei der Tagung für 52€ bei uns bestellen. Ca.160 Minuten. Englisch. Schreiben Sie eine Mail an kontakt[ät]anderes-sehen.de
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Der Tätigkeitsbericht für 2016

Die Tätigkeiten der Vereins Anderes Sehen e.V. umfassten im Jahr 2016 unter anderem:

Abgeschlossene Produkte/Projekte

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Anderes Sehens Buchprojekt ist Preisträger beim PSD ZukunftsPreis 2016

Anderes Sehen e.V. gewinnt den Mitarbeiterpreis im Wert von 3.000 Euro

Berlin, 21.11.2016: Unter der Schirmherrschaft von Dilek Kolat – Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration – wurden am Montag, den 21. November, die Gewinner des Spendenwettbewerbs PSD ZukunftsPreis in der Berliner Urania geehrt. Unter den 107 ins Rennen gegangenen Sozial- und Umweltprojekten aus der Region Berlin-Brandenburg wurde Anderes Sehen e.V. mit dem Projekt „Mehr taktile Bilder- und Erstleserbücher für blinde Kinder“ einer von zwei Mitarbeiterpreisen verliehen. Weiterlesen

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Krankenkassen finanzieren auch Apple Geräte für blinde Grundschüler

Finanzierung einer Braillezeile Baum Vario Ultra 40 in Kombination mit einem MacBook Air für eine blinde Grundschülerin

Mit dieser Meldung wollen wir allen Eltern Mut machen, das einzufordern, was für ihr Kind richtig ist – und hartnäckig zu bleiben, auch wenn zunächst frustrierende Ablehnungen von der Krankenkasse kommen.

Bisher galt es als nahezu ausgeschlossen, dass eine Krankenkasse, neben der Braillezeile, statt der herkömmlichen Kombination von PC-Laptop plus Jaws-Screenreader (ab 1.500€ plus jährlich 200€) ein Apple MacBook Air (1.100€) mit integriertem gratis Screenreader übernehmen. Anfragen und Anträge wurden in der Regel abgelehnt. Die Argumente waren hanebüchen: Im Gegensatz zu einem PC mit Screenreader sei ein MacBook mit Screenreader ein Alltagsgegenstand. Dieser Behauptung wurde jetzt widersprochen, da ein Laptop für ein 7-jähriges Kind, unabhängig vom Hersteller niemals ein Alltagsgegenstand ist, sondern ausschließlich aus schulischen Gründen angeschafft wird. Ausserdem wurde auch nicht berücksichtigt, dass die Apple-Lösung erheblich preiswerter ist.

Apple MacBook Air mit integriertem Screenreader VoiceOver. Davor die Baum Braillezeile VarioUltra 40

Im vorliegenden Fall konnten wir die bevorzugte Lösung „MacBook Air in Verbindung mit der Braillezeile Baum VarioUltra 40“ für eine Drittklässlerin in einer Regelschule erreichen. Das Kind ist auch mit zwei Punktschriftmaschinen (zuhause und in der Schule), einem Schwellkopierer, und diversen anderen Hilfsmitteln versorgt. Keines der Hilfsmittel wurde beim ersten Anlauf von der Kasse genehmigt, sondern erst nach Widerspruch und dann nach einem weiteren anwaltlichen Schreiben durch Herrn Dr. Richter von RBM.

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Klicksonar- und Mobilitätstraining im Dezember durch unseren Trainer Juan Ruiz

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer aus der Schule Daniel Kishs,  vom 8. bis 11. Dezember 2016 nach Berlin bestellt. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden. Weiterlesen

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Partnerschaft von Anderes Sehen und schweizergestaltung mit Tactile Studio

In Berlin haben Tactile Studio, schweizergestaltung und Anderes Sehen e.V. eine Partnerschaft begründet, um taktile Bücher für Kinder in Museen zu konzipieren und das Thema der Inklusion in den deutschen Museen zu forcieren. Weiterlesen

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Klicksonar- und Mobilitätstraining mit Juan Ruiz im Oktober 2016

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer aus der Schule Daniel Kishs,  vom 7. bis 9. Oktober 2016 nach Berlin bestellt. Es können Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden. Anderes Sehen e.V. übernimmt wieder den größten Teil der Kosten und die gesamte Organisation. Weiterlesen

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Pressemitteilung: Für blinde Kinder gibt es nur ein Dutzend Bücher

Europa bremst Bildungszugang für blinde Kinder aus. Deutschland trägt Mitverantwortung.

8.000 neue Kinderbücher erscheinen in Deutschland im Jahr, jedes vierte ist ein Bilderbuch. Diese Welt bleibt blinden und stark sehbehinderten Kindern weitgehend verschlossen: »Kaum eine Hand voll fühlbar illustrierter Kinderbücher erscheint jährlich«, stellt Ellen Schweizer vom gemeinnützigen Verein »Anderes Sehen« fest. Der Wunsch eines blinden Kindes nach einem bestimmten Buch oder Thema ist damit unerfüllbar. Zusammen mit einem französischen Verlag hat die Organisation eine taktil illustrierte Buchreihe für junge Leser begonnen, die inzwischen neun Bände umfasst. »Eine Geschichte mit den Fingern erfühlen zu können ist für alle Kinder schön und entwicklungsfördernd«, erläutert Diplomdesignerin Schweizer den Ansatz inklusiver Bücher. Gleichzeitig behindert die rechtliche Lage den Fortschritt: In Brüssel kommt die Freigabe der Nutzungsrechte für blinde Kinder seit Jahren nicht voran. Weiterlesen

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Klicksonar- und Mobilitätstraining mit Juan Ruiz im April 2016

Wir haben Juan Ruiz, den blinden Mobilitäts-, Klicksonar- und Wahrnehmungstrainer aus der Schule Daniel Kishs,  vom 20. bis 24. April 2016 nach Berlin bestellt. Es können wieder Einzeltrainings in Orientierung und Mobilität mit Langstock und Klicksonar gebucht werden. Anderes Sehen e.V. übernimmt wieder den größten Teil der Kosten und die gesamte Organisation. Die Reservierung läuft.  Weiterlesen

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Wir fordern juristische Durchsetzungsmöglichkeit im Behindertengleichstellungsgesetz

Wir meinen: Nur wenn Barrierefreiheit und Gleichstellung einklagbar ist, wird sie von den Verantwortlichen umgesetzt.

Broschürentitel Design for All

Broschürentitel Design for All

Seit 2009 gilt auch in Deutschland die UN Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen. Doch Gesetze, die die Konvention in wichtigen Bereichen umsetzen, lassen lange auf sich warten. Jetzt soll endlich das Behindertengleichstellungsgesetz (von 2002, 2007 ergänzt) neu gefasst werden, ein erster Entwurf zur Novellierung dieses Gesetzes ist bereits im parlamentarischen Prozess und hat den Bundesrat schon passiert.
Doch wie so oft droht, dass die Chancen einer solchen Neuausrichtung eines Gesetzes mit Signalwirkung für die Inklusion in Deutschland wieder nicht genutzt werden. Dabei hätte es in anderen Ländern gute und schon lange bewährte Vorbilder gegeben. Und die Kritik des UN-Ausschusses zur Überwachung der bisherigen Umsetzung der UN-Konvention ist massiv.

Die alltäglichen Barrieren kann großteils nur die Privatwirtschaft abbauen. Daher muss ein Bewusstsein für die Rechte und Pflichten her.

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