Aufruf zur Zukunft, liebe Hilfsmittelbranche!

Es wird Zeit, dass ein Ruck durch die Hilfsmittelbranche geht. Hilfsmittel müssen bezahlbar werden und sie müssen endlich dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. Wir haben es satt für Technologie aus den 80ern Mondpreise zahlen zu müssen. Einziger Trieb einiger Hersteller ist offenbar, mit möglichst wenig Aufwand das Krankenkassen-Sozialsystem zu schröpfen.

Bedenkt: Wären die Hilfsmittel inklusiv, intuitiv und zeitgemäßer von der Handhabung, wäre auch der Lern- und Betreuungsaufwand geringer. Nicht nur für die Anwender wäre viel gewonnen, auch Schulungen und Einweisungen, Nachfragen und Probleme würden weniger oder im Idealfall keine Zeit mehr beanspruchen. Auch das würde sich auf die Preise niederschlagen können.

Los geht’s! Entwickelt die Zukunft! Das macht für alle mehr Sinn.

Hier nur ein paar Ideen: Das taktile Flächendisplay unter 200€ fehlt, Preiswerte Massenherstellung taktiler Grafiken und der taktilen Braille-Punktschrift, ein modernes inklusives browserbasiertes Druckerinterface für Brailledrucker, ein inklusiver Globus unter 250€, inklusive Interfaces für Haushaltsprodukte, Beschriftung fast aller Lebensmittelverpackungen und Haushaltschemie mit Punktschrift schon beim Hersteller.

Es gibt unendlich viele Dinge, die dringend besser werden müssen. Die Hilfsmittelindustrie, auch die Braillezeilenhersteller, ist in der technischen Steinzeit stehen geblieben – oft auch von der Haltung. Viele Geräte sind so unerträglich schwierig zu bedienen und aufwändig zu erlernen, dass nicht einmal die Vertreter der Hersteller sie bedienen können. Schulungen und Unterricht über Tage und Wochen sind nötig um eine einfache Textverarbeitung zu verstehen – geschweigedenn das ganze System.
Heute gibt es Bedienkonzepte, die dem komplementär entgegenstehen. Diese könnten ganz besonders für sinneingeschränkte Nutzer nützlich sein. Aber man muss dafür kluge Leute interdisziplinär zusammenbringen und wirklich neu denken können und wollen. Wir von anderes sehen haben da einige Projekte vor Augen. Aber uns fehlt noch die Grundfinanzierung unseres Vereins, damit wir Zeit zum Denken haben. Wir werden das schaffen!
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